Münsterchor Neuss

6. Sonntag im Jahreskreis

12.02.2012 10:00

Münsterchor
Introitus Esto mihi  
Messe Missa brevis Sigurbjörnsson
Motette Locus iste Bruckner
Silvesterkonzert

31.12.2011 21:00 Uhr

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung Kritik (02.01.2012): "Silvester mit Chormusik"
Silvesterkonzert
    Besetzung
  • Barbara Trottmann, Trompete
  • Kammerchor Capella Quirina Neuss
  • Leitung: Joachim Neugart

Zum Jahresschluss lädt der Förderkreis der Kirchenmusik am Quirinusmünster e.V. zum traditionellen Silvesterkonzert am 31.12. um 21:00 Uhr ein.

Wie schon im letztem Jahr, bestreitet der Kammerchor Capella Quirina Neuss unter der Leitung von Joachim Neugart das Konzert.
Nach dem großen oratorischen Programm am Silvesterabend des Vorjahres, widmet sich das 25köpfige Vokalensemble in diesem Jahr einem Zyklus von weihnachtlicher Chormusik aus europäischen Ländern. Aus dem reichen Schatz der traditionellen englischen Carols hat der Chor ein halbes Dutzend von vielstimmigen und harmonisch reichhaltigen Arrangements von Kenneth Leighton, Peter Warlock, und Herbert Howells ausgewählt.

Neben französischen Noels, spanischen Villancicos und deutschen Klassikern des weihnachtlichen Chorrepertoires erklingt auch das vielstimmige "Gloria" des schwedischen Komponisten Jan Sandström. Bei diesem vor rund zehn Jahren geschriebenen Stück singen sich drei Solisten - im Raum verteilt - gegenseitig den Lobgesang der Engel zu, getragen von einem 12stimmigen Chorklang.
Eingerahmt wird der Reigen der Chormusik von Werken des derzeit zurecht ungemein populären Amerikaners Eric Whitacre. Das Konzert beginnt mit mit dem sphärischen "Lux aurumque" und endet mit "I thank God for this amazing day", einer wahrlich passenden Aussage in den letzten Stunden des alten Jahres.

Dieser a-cappella-Zyklus wird gegliedert von Musik für Trompete und Orgel. Barbara Trottmann, seit vielen Jahren im Quirinusmünster als Solistin aktiv, gestaltet Suiten von Georg Friedrich Händel und Henry Purcell - an der Orgel begleitet Joachim Neugart.

17. Romanische Nacht: Klänge in die Dunkelheit

23.07.2011 20:30 (19:30)

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung Kritik (25.07.2011): "Klänge in der Dunkelheit"
17. Romanische Nacht
    20:30 Salzburger Pracht
  • Münsterchor Neuss
  • Barockorchester
  • Solisten
  • Leitung: Joachim Neugart
    21:30 Creator of light
  • Kammerchor Capella Quirina
  • Leitung: Joachim Neugart
    23:00 Stella maris
  • Trio Mediaeval

Nachdem im letzten Jahr ein Stromausfall gegen 23.00 Uhr die Romanische Nacht unterbrochen hatte, wird 2011 die anbrechende Dunkelheit zum Programm. Nach einer festlich-glänzenden Musik für Chor und Orchester zu Beginn, begleiten a-capella-Abendlieder und eine Bach-Motette die Zuhörer in die Dämmerung. Für die Stunde vor Mitternacht schließlich hat der künstlerische Leiter Joachim Neugart das international berühmte „Trio Mediaeval“ aus Oslo mit dem Programm „Stella maris“ verpflichten können - eine hochattraktives Finale ist garantiert!

Vor dem musikalischen Programm gibt es um 19:30 Uhr eine Führung durch die Gewölbe der ehemaligen Nebengebäude des Stiftes St. Quirin unter der Leitung von Dr. Max Tauch. Karten zur Führung: Tourist-Info Neuss € 3,50 (Kartenkontingent 30 Karten).

Zum Auftakt der musikalischen Programmfolge um 20:30 Uhr singt der Münsterchor Neuss, begleitet von der Sinfonietta am Quirinusmünster und Blechbläsern auf historischen Instrumenten unter der Leitung von Joachim Neugart die aus dem Salzburger Frühbarock überlieferte „Missa Sancti Henrici“ von Ignaz Heinrich Franz Biber.

Diese Festmesse von 1696 gehört zu Bibers reifsten und umfangreichsten kirchenmusikalischen Werken. Im gekonnten Wechsel von „stile antico“ und „stile moderno“ sowie im Kontrast zwischen Solo und Tutti erzielt Biber eine abwechslungsreiche Gliederung innerhalb der einzelnen Sätze. Die architektonische Konzeption der Salzburger Domkirche mit den vier Kuppelpfeileremporen und den dazugehörigen Orgeln bildete die räumliche Voraussetzung für eine prächtige doppel- und mehrchörige Musizierpraxis nach venezianischem Vorbild. In Bibers prachtvollen geistlichen Werken gipfelt diese Tradition in einem für den Raum nördlich der Alpen einzigartigen leuchtenden kirchenmusikalischen „Kolossalstil“.

Um 21:30 Uhr setzt der Kammerchor Capella Quirina mit dem Motto „Creator of Light“das Programm fort. Im Kerzenschein erklingt die Motette „Jesu, meine Freude“ von Johann Sebastian Bach. Zahlreiche deutsche Abendlieder im Volkston und Motetten von John Rutter, Eric Whitacre, Richard Rodney Bennet und Joseph Rheinberger runden diese vokale Sternstunde ab.

Um 23:00 Uhr beschließt das Trio Mediæval aus Oslo die Programmfolge. Es ist eine so faszinierende wie einzigartige Klangwelt, in der sich die virtuosen Sopranistinnen des Trio Mediæval bewegen. Das 1997 in Oslo gegründete Vokalensemble mit den Mitgliedern Anna Maria Friman, Linn Andrea Fuglseth und Torunn Østrem Ossum hat sich auf drei klar umrissene Repertoirebereiche spezialisiert: zum einen Eigenbearbeitungen mittelalterlicher Balladen und Lieder aus Norwegen, zum anderen polyphone, für das Ensemble arrangierte mittelalterliche Musik aus England, Frankreich und Italien, und schließlich zeitgenössische Werke, von denen viele eigens für das Ensemble komponiert wurden.

Nicky Losseff, die musikalische Beraterin des Trios, hat alle Werke für das Neusser Programms speziell rekonstruiert. Es ist eine Kombination aus dem früheren Programm Stella maris (ECM -Cd 2003) und dem aktuellen A Worcester Ladymass. Zu den mittelaterlichen Gesängen treten Neukomposition für das Trio von Gavin Bryars und Sungji Hong’s Missa Lumen de Lumine.

Bereits mit seiner ersten CD bei ECM Records gelang dem Trio Mediæval der Durchbruch. Words of the Angel erreichte sofort die Billboard Top 10 Bestseller List und war im April 2002 „Recording of the Month" bei Stereophile. Weitere Veröffentlichungen (ebenfalls bei ECM) folgten 2004 mit Soir, dit-elle und bereits ein Jahr darauf mit Stella Maris. Im Oktober 2007 erschien die langerwartete CD Folk Songs mit norwegischen Balladen und Volksliedern. Nachdem die CD schon unmittelbar nach ihrem Erscheinen begeisterte Kritiken erhalten hatte, wurde sie im darauffolgenden Jahr für einen Grammy Award in der Kategorie „Best Chamber Music Performance" nominiert.

Das Trio Mediæval arbeitet mit einer Vielzahl von Komponisten zusammen, darunter Gavin Bryars, Ivan Moody, Paul Robinson, Oleh Harkavyy, Bjørn Kruse und Andrew Smith. Fasziniert von den Stimmen des Trios schuf Julia Wolfe ein neues Werk für das Ensemble, Steel Hammer, das gemeinsam mit Bang on a Can All Stars im November 2009 an der Carnegie Hall New York uraufgeführt wurde und nun nach Europa touren soll.

Konzerte des Trios waren bereits in ganz Europa zu hören, so unter anderem im Oslo Konserthus, dem Concertgebouw in Brügge oder dem Wiener Konzerthaus. Sein zehnjähriges Bestehen feierte das Trio Mediæval im Frühsommer 2007 als Artist in Residence beim Bergen International Festival, wo es in fünf Konzerten zu erleben war. Im Februar 2004 fand eine erste, sehr erfolgreiche USA-Tournee statt; seither tourt das Trio zweimal jährlich in den Vereinigten Staaten.

Silvesterkonzert

31.12.2010 21:00 Uhr

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung Kritik (03.01.2011): "Weihnachtliche Musik an Silvester"
Silvesterkonzert
    Besetzung
  • Sabine Schneider, Cornelie Isenbürger, Sopran
  • Hans-Jörg Mammel, Tenor
  • Achim Hoffmann, Bass
  • Kammerchor Capella Quirina Neuss
  • Sinfonietta am Quirinusmünster
  • Leitung: Joachim Neugart

"Am schlimmsten ist, wenn man mit der Mode gehen will und diese Mode einem nicht gefällt."

Diesen Satz von Francis Poulenc hätte wohl auch Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) unterschrieben, zumindest wenn es um die Sakralmusik geht. Der "Kirchenstyl" nämlich, wie Mozart ihn nannte, war seit den 1770er Jahren einer theologischen Mode unterworfen, die Mozart weder gefiel noch besonders entgegenkam. Mit seinem Fortgang nach Wien im Jahre 1781 erscheint das Thema "Messe" für Mozart daher zumindest vorläufig abgeschlossen. Oper und Instrumentalmusik drängen in den Vordergrund des erfolgshungrigen Virtuosen, bis zwei persönliche Erfahrungen Mozarts Vorstellungen von einer modernen Kirchenmusik reifen lassen und zur Entstehung der großen c-moll-Messe KV427a führen: Da ist im Jahre 1782 zunächst eine schwere Erkrankung seiner Braut Konstanze. Die Situation ist schwierig und als sich Konstanzes Zustand nicht bessern will, gelobt Mozart die Komposition einer Messe für den Fall ihrer Genesung. Konstanze, die begabte Sopranistin, wird gesund. Am 4. August 1782 führt Mozart sie heim und erfüllt sein Gelübde.
Gleichwohl gehört die c-moll-Messe mit zum Kühnsten überhaupt, was Mozart konzipiert hat: eine ausladende, deutlich über eine Stunde dauernde "Nummernmesse" (d.h. die Zerlegung der liturgischen Teile in einzelne Abschnitte) mit einem kontrapunktischen Plan, der in bis zu 8-stimmigen Fugen kulminieren und gleichzeitig für Gattin Konstanze den schönsten Belcanto bieten sollte. Wäre die Messe also vollendet worden, hätte sie wohl zusammen mit Bachs h-moll-Messe und Beethovens Missa solemnis eine schwer zu überbietende Trias der klassischen Messe gebildet.

Auch für Joseph Haydn (1732-1809) wurden Traditionsbewusstsein und Fortschrittswillen zum Motor seines Schaffens. Die dreisätzige Sinfonie C-Dur Hob I:30 stammt aus dem Jahre 1765. Ihren Beinamen "Alleluja" erhielt sie, weil sie im ersten Satz auf dem gregorianischen Osterhymnus aufgebaut ist. Das ist durchaus nicht ungewöhnlich für die Zeit, dieser Hymnus war bei Komponisten (u.a. bei Mozart) recht beliebt. Wahrscheinlich wurde die Sinfonie am Osterfest 1765 in Wien im Rahmen eines Gottesdienstes uraufgeführt.

Für Francis Poulenc (1899-1963) war Mozart nach eigener Aussage "ein Gott". Zum Gott der Christen kam er freilich erst, als er im Jahre 1936 durch den Unfalltod eines Freundes zutiefst erschüttert wurde. Wenig später verspürte er beim Besuch der schwarzen Madonna von Rocamadour eine Art Erweckungserlebnis und entwickelte einen Hang zur Mystik, der sich auch in seinem Œuvre wiederfindet.
Die Texte der vier im Jahre 1952 entstandenen Weihnachts-Motetten sind kurz. Poulenc beschränkt sich in "O magnum mysterium" auf eine Skizzierung des Stalls von Bethlehem, in dem sich das große Geheimnis zuträgt. "Videntes stellam" beschreibt mit den knappen Worten der Bibel, dass die Heiligen Drei Könige den Stern sehen, ihm folgen und dem Neugeborenen voller Freude Gaben bringen. Der Text von "Quem vidistis pastores dicite" bildet ursprünglich den ersten Teil des Weihnachtstextes, dem auch o magnum mysterium entnommen ist. Der Chor der Engel und die Hirten tragen die Weihnachtsbotschaft in die Welt. Den Abschluss bildet "Hodie Christus natus est", ein etwas auftrumpfender, verspielter Hymnus in C-Dur über den Weihnachtsjubel der Engel, Erzengel und der Gerechten.

Adventskonzert

08.12.2010 20:00 Uhr

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung Kritik (10.12.2010): "Funkelndes Adventskonzert"
Rutter Magnificat
    Besetzung
  • Sabine Schneider, Sopran
  • Münsterchor Neuss
  • Sinfonietta am Quirinusmünster
  • Leitung: Joachim Neugart

"Magnificat anima mea" - das klingt nach frommen, eintönigen Gesängen, formelhaft im Chorgestühl eines Klosters ...

Das Magnificat im Konzert des Neusser Münsterchors wird anders klingen: Conga-Trommeln, schneidige Bläserfanfaren und karibische Rhythmen eröffnen einen schwungvollen Chorsatz, den John Rutter, geboren 1945, an den Anfang seiner 1986 geschriebenen Version des Lobgesangs der Maria stellt. Die 45-minütige Komposition, in deren Mitte zwei lyrische Sopranarien faszinieren, stellt in ihrer Folge von extrovertierten und innigen Sätzen ein Musterbeispiel neuer Kirchenmusik dar.

Der Münsterchor Neuss, die Sopranistin Sabine Schneider, sowie die grossbesetzte Sinfonietta am Quirinusmünster präsentieren unter der Leitung von Joachim Neugart dieses Konzertprogramm am Hochfest Mariä Empfängnis, das inmitten der Adventszeit einen vorweihnachtlichen Glanz verströmt.

Johann Sebastian Bachs Adventskantate "Herz und Mund und Tat und Leben" erklingt zu Beginn des Programms. Ganz ungewöhnlich instrumentiert, beginnt das Werk mit einerm hochkomplexen Konzertsatz, in dem die virtuose Trompetenpartie mit dem von Koloraturen gespickten Chorklang wetteifert. Mit einem weiteren adventlichen Kantatensatz Bachs "Bereitet die Wege, bereitet die Bahn" wird das Konzert abgerundet.

Rutter Requiem

01.11.2010 20:00 Uhr

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung Kritik (03.11.2010): "Münsterchor brilliert mit Rutters Requiem"
Romanische Nacht
    Besetzung
  • Anja Dewey, Sopran
  • Münsterchor Neuss
  • Neusser Kammerorchester
  • Leitung: Joachim Neugart

Am Montag, den 01.11. 20 Uhr widmet sich der Münsterchor, unterstützt vom sinfonisch erweiterten Neusser Kammerorchester, in seinem traditionellen Konzert am Fest Allerheiligen dem Requiem von John Rutter, geb. 1945. Das Sopran-Solo singt Anja Dewey. Die Leitung hat Joachim Neugart.

Das Requiem wurde erstmals am 13. Oktober 1985 in der Lovers’ Lane United Methodist Church, Dallas, Texas aufgeführt. Die Aufführung dauert etwa 40 Minuten.

Rutter hält sich bei seinem Werk nicht an den üblichen Ablauf der Totenmesse, wie sie in der katholischen Liturgie festgelegt ist, sondern modifiziert sie, indem er wesentliche Teile der Totenmesse um Psalmen Texte aus dem Book of Common Prayer (liturgisches und katechetisches Buch der anglikanischen Kirche) von 1662 ergänzt. Andere Teile der Totenmesse werden ausgelassen.

In Ergänzung dazu spielt das Neusser Kammerorchester das "Requiem für Streicher" von Toru Takemitsu, eine echte Rarität in der Orchester-Literatur.

Toru Takemitsu wurde am 8.10.1930 in Tokyo geboren. Nach dem Krieg entschloss er sich, Komponist zu werden und begann 1948 bei Yasuji Kiyose Kompositon zu studieren, blieb im Grunde aber Autodidakt. Im Alter von 20 Jahren debütierte er als Komponist mit dem Werk "Lento in Due Movimenti" für Klavier. Schon früh interessierte sich Takemitsu für viele nichtmusikalische Künste wie moderne Malerei, Literatur (insbesondere Dichtung), Theater und Film. Im Jahr 1951 gründete er zusammen mit anderen Komponisten und Künstlern aus den verschiedensten Bereichen die Gruppe "Experimentelle Werkstatt", eine "Mixed-Media-Gruppe", die bald für ihre avantgardistischen multimedialen Aktivitäten bekannt wurde.

Die erste öffentliche Anerkennung als Komponist erhielt Takemitsu Ende der 50er Jahre mit seinem Requiem für Streicher (1957). Takemitsu zeigte ebenfalls Interesse an Jazz, Chanson und Schlager und komponierte als ausgesprochener Film-Fan auch Filmmusik (z.B. Ran, Dodes’ka-Den). Obwohl er sich in den elektronischen Medien und in der Filmmusik zu Hause fühlte, sind seine charakteristischsten Werke jene für Kammerensemble und großes Orchester. Takemitsu konzentrierte sich fast ausschließlich auf Instrumentalmusik. Als Anhänger der "Musique concrète" benutzte er sogar in seinen elektronischen Stücken ausschließlich natürliche Klänge anstelle von elektronisch generierten.

Er lehrte Komposition an der Yale University, wurde von vielen Universitäten in den USA, Kanada und Australien als Dozent oder Composer-in-Residence eingeladen und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Takemitsu starb am 20.2.1996 in Tokyo.

16. Romanische Nacht: Von Frauen, für Frauen, über Frauen

17.07.2010 20:30 (19:30)

Karten sind (im Vorverkauf ermäßigt) bei der Tourist-Information und im Bücherhaus am Münster sofort erhältlich. Karten zur separaten Führung ausschließlich bei der Tourist-Information, Büchel.
Romanische Nacht
    20:30 ORDO VIRTUTUM
  • Ars Choralis Cölln
  • Leitung: Maria Jonas
    22:30 Haydn, Rutter
  • Sabine Schneider, Sopran
  • Angela Froemer, Alt
  • Cézar Dima, Tenor
  • Sebastian Klein, Bass
  • Münsterchor Neuss
  • Sinfonietta am Quirinusmünster
  • Leitung: Joachim Neugart
Von Frauen, für Frauen, über Frauen

Musik von Hildegard, für Kaiserin Maria Theresia und über Maria ist ausschlaggebend für dieses Motto.

Vor dem musikalischen Programm gibt um 19:30 Uhr eine Führung durch die Gewölbe der ehemaligen Nebengebäude des Stiftes St. Quirin unter der Leitung von Dr. Max Tauch.

Zum Auftakt der Programmfolge um 20:30 Uhr singt das Vokal-Ensemble „Ars Choralis Cölln“ unter der Leitung von Maria Jonas das ORDO VIRTUTUM von Hildegard von Bingen in einer Choreographie von Michaela Fünfhausen.

Hildegard von Bingen hat mit ihren visionären Werken und ihren Gesängen eine Art theologisches Gesamtkunstwerk geschrieben, das seinesgleichen sucht und mit dem ORDO VIRTUTUM schuf sie das erste schriftlich uns überlieferte Mysterienspiel Europas. Man ahnt Hildegards Liebe am Gestalten und ihre Ader für dramatische Inszenierungen, wenn sie die Tugendkräfte als Allegorien auftreten und singen lässt: Hildegards Vision einer göttliche Ordnung in Tönen.

Allein der Titel: ORDO VIRTUTUM stellt uns heute vor einige Fragen, denn er ist nur ungenau zu übersetzen. Das lateinische Wort „virtus“ wird meistens mit Tugend übersetzt; Hildegard sieht jedoch eine Verwandtschaft zu dem Wort „vis“, womit sie Kraft und Stärke bezeichnet. Und auch das lateinische Wort „Ordo“, wird oft mit „Spiel“ oder „Reigen“ übersetzt, trifft aber damit auch nicht das, worum es Hildegard in ihrem Ordo geht: Ordo – damit werden die Ordensregeln bezeichnet und im ORDO VIRTUTUM handelt es sich dabei um die Ordnungen und die Regeln, nach denen die Welt funktioniert. Die „virtutes“ sind bei Hildegard sowohl göttliche Kräfte wie menschliche Haltungen und wir begegnen ihnen immer wieder in ihrem ganzen schriftlichen Werk. Hildegards Mysterienspiel ORDO VIRTUTUM ist die szenische Umsetzung einer von Hildegards Grundideen: die Himmelskräfte helfen der menschlichen Seele, umwerben sie und wollen sie zur Zusammenarbeit mit Gott gewinnen – eine Zusammenarbeit, die Luzifer verweigert. Doch die Seele lässt sich auf Luzifer, den Teufel (Diabolus) ein. Als sie erkennen muss, dass sie sich mit dieser Entscheidung nur selbst geschadet hat, bittet sie die Himmelskräfte um Hilfe.

Die Musik des ORDO VIRTUTUMS findet sich im so genannten „Riesenkodex“ (Wiesbaden) und wurde für diese Inszenierung von Maria Jonas aus dem Original transkribiert. Die Idee unserer Aufführung ist eine visuelle und akustische Zeitreise in die Welt der Musik und Mystik jener fernen und heute wieder so nahen Zeit. Traditionell wird der Teufel von einem Mann dargestellt. In unserer Aufführung übernimmt den darstellerischen Part des Diabolus eine Tänzerin, doch gesprochen wird er von der Infelix Anima, der unglücklichen Seele als innerer Monolog. Der Teufel ist der Verwirrer und der Entzweier – das ist das Teuflische und Gefährliche an ihm. Die Virtutes stellen sich ihm: gemeinsam – aber auch jede einzeln, alleine. Gemeinsam können sie ihm aber widerstehen und sogar überwinden. Diesen Aspekt des ORDO VIRTUTUMS stellen wir in den Mittelpunkt unserer Inszenierung – und vor allem die Frage, die das ganze Stück durchzieht wie ein roter Faden, mit dem das Stück beginnt und endet: Wer seid ihr, Virtutes? Wer bist du, Mensch? Wer bist du, Gott?

Nach einer kurzen Pause schließt sich um 22:30 Uhr ein Konzert des Münsterchores Neuss an.

Er widmet sich der Theresienmesse in B-Dur von Joseph Haydn (Hob.XXII:12), die zu seinen sechs letzten großen Messen gehört. Sie wurde 1799 komponiert und erhielt ihren volkstümlichen Beinamen, weil das Werk der Frau des Königs Franz’ II., Maria Theresia, gewidmet sein soll. Unter der Leitung von Joachim Neugart begleitet die Sinfonietta am Quirinusmünster Neuss. Es singen Sabine Schneider (Sopran), Angela Froemer (Alt), Cezar Dima (Tenor) und Sebastian Klein (Bass).

Zum Schluß des reichhaltigen musikalischen Programms erklingt John Rutters Magnificat für Sopran-Solo, Chor und Orchester, außerordentlich vielfältig instrumentiert und in vielen Bildern die inhaltliche Spannung im Lobgesang der Maria aufgreifend. Thematisch reicht es vom gregorianischen Choral über die Fuge und den Rumba bis zum Rag Time. Diese Musik will begeistern und ergreifen und es gelingt ihr auch.

Chorkonzert "Lagrime di San Pietro"

24.03.2010 20:00 Uhr

Abendkasse 12 € (erm. 8 €)
Lagrime
    Orlando di Lasso: Lagrime di San Pietro
  • Bußtränen des heiligen Petrus
  • 21 italienische Madrigale nach Texten von Luigi Tansillo
  • Capella Quirina Neuss
  • Leitung: Joachim Neugart

Vor vierhundert Jahren gipfelte das vierzigjährige Schaffen des damals berühmtesten Komponisten Westeuropas in einem ganz und gar großartigen und ungewöhnlichen Werk. Die bilderreiche Sprache der geistlichen Dichtung Luigi Tansillos veranlaßte Orlando di Lasso zu einem testamentarischen Zyklus expressivster Madrigalkunst, die ihresgleichen sucht. In der Auseinandersetzung mit der Figur des von der Passion Christi geplagten Petrus zeigt di Lasso alle Facetten der Wortausdeutung auf kleinsten Raum und zelebriert den siebenstimmigen Chorklang in allen möglichen Registern und Kombinationen.Wer bereit ist, sein Herz und sein Ohr zu öffnen, wird von dieser von der Wahrhaftigkeit persönlichen Erlebens geprägten, bewegenden Musik nicht mehr lassen wollen.

Silvesterkonzert "Panflöte und Orgel"

31.12.2009 21:00 Uhr

Karten zum Preis von 13,20 € gibt es bei den Vorverkaufsstellen Tourist-Information und Bücherhaus Ratka. Abendkasse 15 €.
Silvesterkonzert

Im Quirinusmünster Neuss findet auch in diesem Jahr das traditionelle Silvesterkonzert statt.
Um 21:00 Uhr präsentieren Matthias Schlubeck, Panflöte und Münsterkantor Joachim Neugart, Orgel, Kompositionen von Telemann, Bach, Händel, Guilmant, Mara, Widor, Vierne und anderen.

Matthias Schlubeck, 1973 in Wuppertal geboren, nahm bereits 1979 ersten Panflötenunterricht bei Erich zur Eck. Wiederholt bekam er Panflötenunterricht bei Jean-Claude Mara in Süd-Frankreich. Im Sommer 1990 belegte er einen Meisterkurs in Frankreich bei Gheorghe Zamfir. 1993 und 1994 besuchte er Kurse bei Nicolai Pîrvu und Damian Luca. Bei dem Rumänen Damian Luca erhielt er daraufhin zeitweise Unterricht in Holland.
Als Jungstudent begann er 1991 bei Prof. Manfredo Zimmermann an der Musikhochschule in Wuppertal. Im Januar 1997 bestand er dort die Prüfung der "Instrumental-Pädagogik" mit sehr guten Noten und die Künstlerische Abschlußprüfung sogar mit Auszeichnung. Darauf folgte im November 1998 sein Konzertexamen. Damit ist er in Deutschland der erste Musiker mit einem Hochschulabschluß im Fach Panflöte. Im November 1999 erhielt Matthias Schlubeck den Förderpreis der Stadt Wuppertal, 2005 den Förderpreis der Springmann-Stiftung Wuppertal. Seit 1989 gibt er regelmäßig Konzerte in Kombination mit Orgel, Klavier, Harfe, Orchester usw ...
Konzertreisen führten ihn bereits in die Schweiz, nach Österreich, Belgien, Frankreich, Italien, Litauen, Spanien, Rumänien und in die USA. Außerdem wirkte er inzwischen bei einigen Rundfunk- und Fernsehproduktionen mit.
Matthias Schlubeck gilt mittlerweile als einer der führenden Panflötisten der Welt und hat sich besonders im Bereich der Interpretation Klassischer Musik auf der Panflöte einen Namen gemacht. Neben seiner regen Konzerttätigkeit organisiert er seit 1996 regelmässig Seminare und Workshops und Seminare.
Seit Anfang 2009 lebt Schlubeck in Bellersen (Brakel/Kreis Höxter) und hat dort das Landhotel Mühlenkrug übernommen. Neben der übernommenen Gastronomie und dem Hotelbetrieb, baut er an diesem Ort nun die Musikakademie "Alte Mühle" Bellersen auf. Hier finden nicht nur Panflötenseminare sondern auch verschiedenste weitere Seminare rund um Musik statt.

Rose Ensemble

09.12.2009 20:00 Uhr

Karten zum Preis von 15 € gibt es bei den Vorverkaufsstellen Einhorn-Apotheke, Gewürzmühle Engels und der Tourist-Information. Ihre Bestellung können Sie auch richten per email an den Förderkreis unter muensterkantor@st-quirinus-neuss.de
Rose Ensemble

Auf Einladung des Förderkreises und in Zusammarbeit mit den Heimatfreunden Neuss erwarten wir am Mittwoch, den 09. Dezember um 20.00 Uhr eines der besten Vokalensembles aus den USA im Quirinusmünster. Das Rose-Ensemble aus der Partnerstadt St. Paul, ein 14-köpfiges Ensemble mit professionellen Sängern und Instrumentalisten wird unter dem Ttel "And glory shone around" Musik zu Advent und Weihnachten aus der Zeit der amerikanischen Siedler vorstellen. Diese in Deutschland meist unbekannt gebliebene Literatur enthält zu Herzen gehende, einerseits kunstvoll gesetzte aber auch einfach gehaltene volkstümliche geistliche Musik. Das Ensemble wird seine Qualitäten aber auch mit polyphoner Chormusik der elisabethanischen Zeit unter Beweis stellen. Werke von William Byrd, Orlando Gibbons und Thomas Tallis sind hier im Zentrum des Programms zu erleben.

Capella Quirina on tour in Japan
Konzert Tokyo Konzert Hamamatsu
Freiburger Domsingknaben

11.09.2009 20:00 Uhr

Kostenbeitrag 10 € (erm. 7 €)
Freiburger Domsingknaben

Auf Einladung des Förderkreises der Kirchenmusik am Quirinusmünster e.V. gastieren die Freiburger Domsingknaben unter der Leitung von Domkapellmeister Boris Böhmann am Freitag, den 11.09. 2009 um 20:00 Uhr in der Neusser Münsterkirche. Sie singen ein breitgefächertes Programm anspruchsvollster a-cappella-Chormusik mit Werken von Bach (Motette "Jesu, meine Freude"), Palestrina (Missa "Ecce ego Johannes") und Motetten von Schütz, Scarlatti und Mendelssohn. An der Orgel ergänzt Münsterkantor Joachim Neugart Interludien von Alexandre Guilmant.

Schon im 13. Jahrhundert gab es in Freiburg nachweislich eine Lateinschule, zu deren wichtigster Aufgabe die Ausbildung des Sängernachwuchses für die Münstermusik gehörte. In den ersten Jahrhunderten sangen die Sängerknaben vermutlich einstimmige Choralgesänge und Lieder, doch spätestens ab dem 16. Jahrhundert ist regelmäßig mehrstimmige Musik mit Beteiligung der Knaben schriftlich belegt.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert sangen die Sängerknaben an den Sonn- und Feiertagen zusammen mit der Domkapelle. Ihre Hauptaufgabe war jedoch die Gestaltung der Frühmesse und der Vesper oder Nachmittagsandachten an Sonn- und Festtagen. Nach der Auflösung in der Zeit des Nationalsozialismus gründete der damalige Domkapellmeister Dr. Raimund Hug die Domsingknaben Allerheiligen 1970 neu. Seit dieser Zeit ist die Aufgabe der Domsingknaben die musikalische Gestaltung der Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen im Freiburger Münster im Wechsel mit den anderen Chorformationen der Freiburger Dommusik.

Die Domsingknaben gliedern sich in den Vorchor (1. Schuljahr), den Aufbauchor (2.-4. Schuljahr) und den Konzertchor (ab 5. Schuljahr). In der Mutantengruppe werden die jungen Männer im Stimmbruch stimmbildnerisch betreut, ehe sie in den Tenor oder Bass des Konzertchores wechseln. Nach englischem und mediterranem Vorbild singen männliche Altus-Stimmen die Alt-Partie. Momentan wirken etwa 160 Knaben und Männer in den Chören der Freiburger Domsingknaben mit.

Unter der Leitung von Domkapellmeister Boris Böhmann führt der Konzertchor Konzerte innerhalb und außerhalb Freiburgs auf. Konzertreisen in die ganze Welt sowie CD-Aufnahmen mit a-capella-Chormusik und oratorischen Werken gehören ebenso zum Programm der Freiburger Domsingknaben.

15. Orgelsommer

„Händel und Mendelssohn“

Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr. Der Kostenbeitrag zu den reinen Orgelkonzerten beträgt jeweils € 7 €(erm. 5 €)
An der Abendkasse wird eine Abo-Card für alle fünf Konzerte zum Preis von 27 € (18 €) angeboten, diese ist auch zu bestellen unter 02131/21719.
Orgelsommer

Zum fünfzehnten Mal veranstaltet der Förderkreis der Kirchenmusik am Quirinusmünster Neuss einen „Orgelsommer“.

Händel und Mendelssohn – ist in diesem Jahr der thematische Rahmen für fünf Konzerte überschrieben.

Den Auftakt bildet am Sonntag, den 09. August ein Programm verschiedener Komponisten. Weitgereiste Gäste aus Kyoto, Japan - der Organist Yoshito Tsuda und der Oboist Kenji Yagi - eröffnen den Orgelsommer mit einem abwechslungsreichen Programm mit Werken für Orgel und Oboe.

Im zweiten Konzert am Mittwoch, den 12. August, präsentiert Christian Stegmann, Regionalkantor in Kitzingen und ehemals Student in Düsseldorf in der Meisterklasse von Prof. Möller, ein Programm mit Orgelmusik von Alexandre Guilmant, der als besonderer Verehrer Händel’scher Kunst galt und einige Werke über Händel’sche Themen verfaßte. Außerdem bildet Stegmanns Improvisationskunst über Themen aus Händels „Messias“ die zweite Programm-Achse dieses Konzertes.

Am Sonntag, den 16. August spielt Ute Gremmel-Geuchen aus Kempen Felix Mendelssohn-Bartholdys Sonaten op. 65/1 und op. 65/3, Georg Friedrich Händels Ouverture zu „Solomon“ und „Arrival of the Queen of Sheba“, dazu das Concerto aus „Judas Maccabaeus“. Sie schließt ihr Rezital mit Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Es-Dur, BWV 552.

Am Mittwoch, den 19. August schließlich folgt Domorganist Hans-Jürgen Kaiser aus Fulda, bereits mehrfach zu Gast als Solist bei Orgelkonzerten im Neusser Münster. Er konzentriert sein Programm auf die 6. Sonate von Felix Mendelssohn, wartet mit einer Orgelbearbeitung des „Halleluja“ von Händel auf, improvisiert eine Introduktion und Fuge über ein eigenes Thema und kredenzt einige Stücke aus Max Regers op. 80.

Im Abschlußkonzert am Sonntag, den 23. August spielt Münsterkantor Joachim Neugart aus Neuss zwei der ursprünglich für Kleinorgel und Orchester konzipierten Orgelkonzerte von Georg Friedrich Händel, die hier in einer Fassung für symphonische Orgel allein erklingen – dazu ergänzt er zwei Sonaten von Felix Mendelssohn.

15. Romanische Nacht: Road to Paradise

04.07.2009 20:00 (19:00)

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung Kritik (06.07.2009): "Farbenreiche Vertonung"
Romanische Nacht
    20:00 Haydn: Missa Cellensis
  • Münsterchor Neuss
  • Neusser Kammerorchester
  • Vokalsolisten
  • Leitung: Joachim Neugart
    21:30 Venizianische Bläsermusik
  • Bläserquintett Artefiata
  • Bernd Liffers, Orgel
    22:30 Road to Paradise
  • Kammerchor Capella Quirina
  • Rupert Stamm und François de Ribaupierre
Road to Paradise

ist in der Regel der Ausdruck, den Landschaftsenthusiasten für außergewöhnliche Pfade verwenden: Von der Straße an der Amalfiküste bis zur Ein-Mann-Hängebrücke im Nationalpark ist manches denkbar …

WIR wählen diesen Begriff als Leihgabe für die 15. Romanische Nacht am Samstag, den 04. Juli von 19.00 - 24.00 Uhr im Quirinusmünster Neuss.
In mehreren Programmen suchen verschiedene Chöre, Solisten und Ensembles nach klingenden Antworten. Nach einer Führung durch die alten Gewölbe der früheren Gebäude des ehemaligen Stiftes St. Quirin, bei der Museumsdirektor a.D. Dr. Max Tauch die Klostergeschichte in spannenden Geschichten lebendig werden lässt, startet das musikalische Programm mit einem Chorkonzert um 20.00 Uhr.
Unter Leitung von Joachim Neugart singt der Münsterchor Neuss, begleitet vom Neusser Kammerorchester und Vokalsolisten die große Caecilienmesse von Joseph Haydn, deren erste Aufführung in Mariazell in der Steiermark belegt ist. Die umfangreichste Messkomposition, die Haydn hinterlassen hat, wurde zentral in der Wallfahrtskirche musiziert, währenddessen wurde ringsum minimal zeitversetzt jeweils eine Messe an diversen Seitenaltären zelebriert, als Wanderschaft auf der Straße der eucharistischen Gnade.

Um 21.30 Uhr setzt das Bläserquintett Artefiata mit dem Organisten Bernd Liffers das Programm mit venezianischer Klangpracht fort.

Um 22.30 Uhr beendet der Kammerchor Capella Quirina Neuss mit englischer und skandinavischer Chormusik der Postromantik das Programm. Ausdrucksstarke Chormusik von Chilcott, Harris, Sheppard, Nystedt, Miskinis, die Momente auf dem Weg zur Ewigkeit beleuchtet: Gebet, Kommunion, Leid, Himmelsahnung. Diese Stationen werden umrankt von eigenen Kompositionen und verschiedenen Elementen aus Jazz und improvisierter Musik von François de Ribaupierre und Rupert Stamm. Ein kammermusikalisches Erlebnis von spannungsreicher Vielfalt und erzählerischer Qualität. Die warme, tiefe Farbe der Klarinette mischt sich mit den transparenten, sphärischen Klängen des Vibraphons zu einem subtil, verspielten Gesamtsound.

Frühlingskonzert

24.04.2009 20:00, Zeughaus Neuss

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung Kritik (27.04.09): "Rauschendes Chorfest …"
Frühlingskonzert
    Besetzung
  • Münsterchor Neuss
  • Leitung: Joachim Neugart
  • Chorus Canticum Oslo
  • Leitung: Trond Dahlen

O süßer Mai - hvad est du dog skjøn!

Dieses Zitat aus einem Frühlingslied von Johannes Brahms kombiniert mit den Anfangsworten eines Psalms von Edvard Grieg gibt dem Gemeinschaftskonzert des Münsterchores Neuss und dem Chorus Canticum Oslo am Freitag, den 24.04. um 20 Uhr im Zeughaus Neuss das passende Motto. Auf dem Programm des Abends stehen im ersten Teil geistliche Werke von Grieg, Miskinis, Rutter, Josquin u.a., im zweiten Teil folgt weltliche Chormusik von Mendelssohn, Dahlen, Brahms und Schumann, außerdem norwegische und deutsche Volkslieder in modernen Arrangements. Die beiden Chorleiter, der Dirigent des Münsterchors Joachim Neugart und Trond Dahlen, Chorleiter von Chorus Canticum Oslo, spielen dazu vierhändige Klaviermusik von Grieg und Brahms. Die beiden Chöre stellen zunächst ihre eigenen Beiträge authentisch vor und vereinigen sich danach zu einem eindrucksvollen Ensemble von 95 Stimmen, um Werke von Grieg und Brahms in angemessen voluminöser Chorstärke zu präsentieren.

Chorus Canticum Oslo wurde 1973 gegründet. Der Chor hat ca. 50 Mitglieder, die meisten sind Norweger, es singen jedoch zahlreiche Sänger aus anderen europäischen Ländern mit. Der Chor ist auf zahlreichen Konzertpodien und Kirchen Norwegens aufgetreten, außerdem besuchte er viele europäische Länder und die USA. Das Repertoire enthält ein weitgespanntes stilistisches Feld klassischer Vokalmusik wie z.B. Bachs Weihnachtsoratorium, Faures Requiem, Vivadis Gloria, Mozarts Requiem sowie Madrigale, norwegische Volkslieder und Motetten. Beim Besuch in Neuss wird der Chor anläßlich des Gemeinschaftskonzerts mit dem Münsterchor Neuss Musik norwegischer Komponisten, darunter natürlich Musik von Edvard Grieg singen. Außerdem erklingen auch Werke des Chorleiters Trond Dahlen.

Trond Dahlen (geb. 1955) wurde Dirigent des Chores im Jahre 1984. Er war von 1977-2005 Organist der Bekkelaget Church in Oslo. Als Absolvent der Musikhochschule Oslo blickt er auf zahlreiche Engagements als Korrepetitor und Dirigent u.a. an der Oper in Oslo zurück. Außerdem unterrichtete er an der Universität Oslo von 1985-1993. Darüberhinaus veröffentlichte er zahlreiche Kompositionen und Arrangements für Chor und Instrumente.

Brahms: Ein deutsches Requiem

02.11.2008 20:00

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung Kritik (04.11.08): "Gesang wie aus einer anderen Welt"
Romanische Nacht
    Besetzung
  • Sabine Schneider, Sopran
  • Sebastian Klein, Bass
  • Neusser Kammerorchester
  • Münsterchor Neuss
  • Leitung: Joachim Neugart

Mit "Ein deutsches Requiem" schrieb Johannes Brahms nicht nur ein Glanzstück der romantischen Chorliteratur, es dürfte vielmehr das einzige der im 19. Jahrhundert zahlreich entstandenen Werke für Soli, Chor und Orchester sein, das sich bis heute einer ungebrochenen Aufführungstradition rühmen kann. Zugleich trat der gerade 35-jährige Komponist mit der Uraufführung des vollständigen Werkes am 18. Februar 1869 in Leipzig endgültig in das Licht der Öffentlichkeit.

Brahms' Requiem ist ein Werk, das zwischen verschiedenen Gattungen steht. Der Komponist vertonte weder den üblichen lateinischen Text der katholischen Totenmesse, also des Requiems, noch entsprechen die gewählten Bibelverse in ihrer Zusammenstellung deren Intention. Während im katholischen Ritus die Bitte um Erlösung für den Verstorbenen im Mittelpunkt steht, treten bei Brahms die Lebenden, die Hinterbliebenen ins Zentrum der Betrachtung: Sie sind es, die "getröstet werden" sollen, da sie "Leid tragen".

14. Romanische Nacht: Der große Gesang

28.06.2008 20:00 (19:00)

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung Kritik (30.06.08): "Das Beste zum Schluss"
Romanische Nacht
    20:00 Chorkonzert
  • Jugendchor der Kirche House of Hope, St. Paul (USA)
  • Neusser Kammerorchester
  • Leitung: Sofia Ardalan
    21:00 Chorkonzert
  • Münsterchor Neuss
  • Neusser Kammerorchester
  • Achim Hoffmann, Bariton
  • Leitung, Orgel: Joachim Neugart
    22:30 Cello-Quartett
  • "Force Fo(u)r Cello"-Quartett

"Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang"

(Rainer Maria Rilke, Stundenbuch)

Diese Verse von Rilke dienen als Leihgabe für die 14. Romanische Nacht am Samstag, den 28. Juni von 19.00 - 24.00 Uhr im Quirinusmünster Neuss.

In mehreren Programmen suchen verschiedene Chöre, Solisten und Ensembles nach klingenden Antworten. Nach einer Führung durch die alten Gewölbe der früheren Gebäude des ehemaligen Stiftes St. Quirin, bei der Museumsdirektor a.D. Dr. Max Tauch die Klostergeschichte in spannenden Geschichten lebendig werden läßt, startet das musikalische Programm mit einem Chorkonzert um 20:00 Uhr. Unter Leitung von Sofia Ardalan singt der Jugendchor der Kirche House of Hope aus St. Paul, USA, Werke von Telemann, Mozart, Bach, Byrd, Palestrina, Mendelssohn und anderen - bevor der Münsterchor Neuss unter der Leitung von Joachim Neugart dann um 21:00 Uhr sich der Chormusik von Johannes Brahms annimmt und diese in Beziehung stellt zu "Romantik" in der Chormusik der Moderne von Harris, Rutter, Miskinis und Arvo Pärt.

Bariton Achim Hoffmann ergänzt dieses Programm mit den "Vier ernsten Gesängen" von Johannes Brahms in der Fassung für mittlere Stimme und Orgel.
In beiden Programmblöcken wirkt außerdem das Neusser Kammerorchester mit. Es spielt "gesangliche" Streichermusik von Sibelius, Dorati, Grieg und Pärt.

Gegen 22:30 Uhr beginnt der abschließende Programmteil mit Transkriptionen und Originalwerken für Cello Quartett. Das "Force Fo(u)r Cello"-Quartett mit den Mitgliedern Christianne Schepping, Dan Zemlicka, Robert Hillebrands und Hans Wilhelm Thielen präsentiert Werke von Bach, Messiaen, Brahms, Tschaikowsky Piazolla und anderen.

J. S. Bach: Johannespassion

12.03.2008 20:00

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung Kritik (14.03.08): "Johannespassion in wohltuender Intimität"
Johannespassion
Chorkonzert "Lagrime di San Pietro" in Alt St. Martin, Kaarst

24.02.2008 17:00

Eintritt frei
Lagrime di San Pietro
    Orlando di Lasso: Lagrime di San Pietro
  • Bußtränen des heiligen Petrus
  • 21 italienische Madrigale nach Texten von Luigi Tansillo
  • Capella Quirina Neuss
  • Leitung: Joachim Neugart
  • In Zusammenarbeit mit dem "Verein der Freunde und Förderer der Kirchenmusik an St. Martinus, Kaarst e.V." und dem Kulturamt der Stadt Kaarst

Vor vierhundert Jahren gipfelte das vierzigjährige Schaffen des damals berühmtesten Komponisten Westeuropas in einem ganz und gar großartigen und ungewöhnlichen Werk. Die bilderreiche Sprache der geistlichen Dichtung Luigi Tansillos veranlaßte Orlando di Lasso zu einem testamentarischen Zyklus expressivster Madrigalkunst, die ihresgleichen sucht. In der Auseinandersetzung mit der Figur des von der Passion Christi geplagten Petrus zeigt di Lasso alle Facetten der Wortausdeutung auf kleinsten Raum und zelebriert den siebenstimmigen Chorklang in allen möglichen Registern und Kombinationen.Wer bereit ist, sein Herz und sein Ohr zu öffnen, wird von dieser von der Wahrhaftigkeit persönlichen Erlebens geprägten, bewegenden Musik nicht mehr lassen wollen.

Das Konzert findet in gleicher Besetzung auch am 23.02.08 um 20:00 Uhr im Xantener Dom statt.

Silvesterkonzert: Virtuose Kantaten für Sopran, Trompete und Orchester

31.12.2007 21:00

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung NGZ-Kritik (02.01.2008): "Trompete des Engels"
Silvesterkonzert

Der Jahreswechsel wird auch in diesem Jahr mit einem Konzert im Quirinusmünster am Montag, den 31. Dezember um 21.00 Uhr festlich gestaltet.
Das Programm wird mit virtuosen Werken für Sopran, Trompete und Orchester von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach bestritten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Sopran-Solopartien aus Händels Oratorium "Samson" und Bachschen Kantaten, gesungen von der Sopranistin Sabine Schneider. Sie wird ausser den erwähnten Arien auch die Partie in Bachs Solokantate "Jauchzet Gott in allen Landen" übernehmen.
Trompetensolistin ist Barbara Trottmann.
Die den Abend instrumental begleitende Sinfonietta am Quirinusmünster Neuss wird von Joachim Neugart geleitet.
Georg Philipp Telemanns große B-Dur-Ouverture setzt in Ergänzung zu den ausgewählten Vokalkonzerten einen weiteren barocken Glanzpunkt im Programm.

Gounod "Requiem"

01.11.2007 20:00

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung NGZ-Kritik (03.11.2007): "Eine späte, aber sehr würdige Reverenz"
Gounod Requiem
    Charles Gounod: Requiem
  • Requiem C-Dur für Chor und Ensemble
  • Sinfonietta am Quirinusmünster
  • Münsterchor Neuss
  • Leitung: Joachim Neugart

Obwohl heute fast nur noch durch seine Bühnenwerke bekannt, hat Charles Gounod (1818-1893) eine stattliche Anzahl von Werken geistlicher Musik geschrieben: Messen, Oratorien, Motetten, geistliche Gesänge, usw. In der Tat hat Gounod von seinen ersten Konservatoriumsjahren an bis zu seinen letzten Lebenstagen nie wirklich aufgehört, geistliche Musik zu komponieren: «Palestrina und Bach sind für uns die Kirchenväter, uns ist es auferlegt, ihre Söhne zu bleiben».
Spät in seinem Leben, tief betrübt über den Tod eines Enkels, griff Gounod wieder zur Feder. Es entstand das Requiem in C-Dur, ein Werk von sublimer, ergreifender Schönheit. Alles ist Melodie, Transparenz und gläubiges Vertrauen in diesem Werk voll Licht und Trost. Der Münsterchor bringt dieses großartige Werk in seiner reduzierten Fassung für Chor, Soli, Streichquartett, Kontrabaß, Harfe und Orgel. Der Verzicht auf klangliche Durchschlagskraft wird belohnt durch eine duftige, fast schwebende Durchsichtigkeit des Klangbildes, welches, nicht zuletzt auch harmonisch, schon direkt auf das Requiem von Gabriel Fauré hinweist.
Ein in Deutschland fast unbekanntes Werk, das es verdient hat, weite Verbreitung zu finden!

13. Romanische Nacht: "panta rhei"

01.06.2007 19:30 (18:30)

Kritik Neuß-Grevenbroicher Zeitung NGZ-Kritik (04.06.2007): "Musikalische Strömungen"
Romanische Nacht 2007
    19:30 Spirituelle Chormusik
  • Essener Kammerchor
  • Leitung: Bernhard Schüth
    21:00 Franz Schubert: Messe As-Dur
  • Münsterchor Neuss
  • Solisten
  • Neusser Kammerorchester
  • Leitung: Joachim Neugart
    22:30 Mokoton
  • Vibraphon und Marimbaphon im Dialog
  • Taiko Saito
  • Rupert Stamm

Im Quirinusmünster Neuss beginnt am Freitag , den 01.06. um 18.30 Uhr die 13. "Romanische Nacht". Sie steht unter dem Thema "panta rhei - alles fließt". Der Titel versteht sich dabei weniger als konkretes musikalisches Programm, sondern entspringt vielmehr einer Assoziation bei der Betrachtung kompositorischer Strukturen in den Werken Franz Schuberts, John Tavener, Charles Ives und Sergej Rachmaninov unter Einbeziehung der Charakteristika improvisierter percussiver Instrumentalmusik.

Vor dem musikalischen Programm gibt es um 18.30 Uhr eine Führung durch die Gewölbe der ehemaligen Nebengebäude des Stiftes St. Quirin unter der Leitung von Dr. Max Tauch.

Zum Auftakt der Programmfolge um 19.30 Uhr singt der 1990 gegründete Essener Kammerchor, der sich intensiv der a-cappella-Literatur mit Schwerpunkt der Musik des 20. Jahrhunderts widmet, unter der Leitung von Bernhard Schüth spirituelle zeitgemäße Chormusik aus europäischen Ländern.

Danach folgt um 21.00 Uhr eine Aufführung der wegen ihrer überreichen Dimensionen selten zu hörenden großen Messe in As-Dur von Franz Schubert durch den Münsterchor Neuss, Vokalsolisten und das Neusser Kammerorchester unter der Leitung von Joachim Neugart.

Nach einer Pause schließt sich um 22.30 Uhr ein Konzert des Duos "Mokoton" an. Der Vibraphonist, Marimbaphonist und Komponist Rupert Stamm verbindet in seiner eigenen Musik die Erfahrungen aus Jazz, neuer Musik und Strukturen afrikanischer Rhythmen. Im Zusammenspiel mit Taiko Saito sucht er die ideale Balance von Grooves und Atmosphären. Bei Auftragskompositionen für den WDR und bei Kompositionen für Hörbücher, vor allem aber als Spieler, beweist er seinen Sinn für impressionistische Klänge und Worldbeat.

Konzerte
Silvesterkonzert
Plakat31.12.
Capella Quirina Neuss
B. Trottmann (tr)
Ltg. Joachim Neugart
Chormusik zum Advent
Plakat07.12.
Kammerchor an der Basilika Knechtsteden
Ltg. Bert Schmitz
17. Romanische
Nacht
Plakat23.07.
Münsterchor Neuss
Capella Quirina Neuss
Trio Mediaeval
Barockorchester
54. Kirchen-
musikwochen
Plakat10.07.-
29.07.
Flyer der 54. Kirchenmusikwochen als Download.
Details zu den einzelnen Veranstaltungen.
Orgelsommer
Plakat07.08.-
21.08.
07.08. M. Seiwert
10.08. E. Lehnen
14.08. H.-J. Kaiser
17.08. A. Schlei
21.08. J. Neugart
Niederrheinische
Orgelreise
Plakat18.09.
Flyer und Homepage
Fermate